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VPS ist der Sammelbegriff für den IT-basierten VorsorgePlan
Schadstoffunfallbekämpfung, den sich alle fünf deutschen Küstenländer gemeinsam mit der
Unterstützung des Bundes geschaffen haben.
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Dieser Abschnitt informiert über das Gemeinschaftsvorhaben der Arbeitsgemeinschaft der deutschen
Küstenländer, welches die Verbesserung der Wissensbasis und der operativen Werkzeuge zur
Schadstoffunfallbekämpfung im deutschen Küstenbereich zum Ziel hat. |
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Vor den deutschen Küsten der Nord- und Ostsee verlaufen einige der am stärksten befahrenen
Schifffahrtsrouten der Welt. Die hohe Dichte des Schiffsverkehrs verlangt wirkungsvolle
Vorsorgeaufwendungen, um insbesondere die Umwelt vor den Gefahren zu schützen, die dieser Verkehr mit
sich bringt.
VPS.system unterstützt Vorsorge und Einsätze mit den folgenden Programm-Komponenten und Datenarten:
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Bund und Küstenländer haben bereits 1975 ihre Zusammenarbeit zur Vorsorge und Bekämpfung von
Ölverschmutzungen
beschlossen, 1995 wurde diese Vereinbarung auf andere Schadstoffe erweitert und das Küstenland
Mecklenburg-Vorpommern einbezogen. Die Küstenländer ergänzen dies seit 1998 mit einer Vorsorgeplanung für die gesamte deutsche Nord- und
Ostseeküste einschließlich der Häfen Bremens und Hamburgs. Als Projektträger die Küstenländer
Als Projektleiter:
Als Fachdienststelle:
Als Projektmanager und DV-Entwickler
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Die Datenbank stellt alphanumerische Informationen in einfach zu bedienenden und einheitlichen
Benutzeroberflächen zur Verfügung und verknüpft diese mit allen weiteren VPS.system-Komponenten.
Zu den oben gezeigten Stammdaten werden zusätzlich gerätespezifische Daten und Fotos gespeichert, die in weiteren Abschnitten angezeigt werden:
Die Datenbank enthält auch umfangreiche Adressdaten mit gegenwärtig knapp 6.000 Adressen, Telefon- und Faxverbindungen, eMail-Adressen sowie weiteren Kommunikationsmöglichkeiten. Diese Adressen sind 1.400 Körperschaften (Behörden, Firmen, Instituten ...) und 850 Personen zugeordnet. In einer Einsatzlage hat der Nutzer durch die im System installierten Alarmpläne, die mit der Adress- und Telefondatenbank verknüpft sind, Zugriff auf relevante Adressdaten von Körperschaften und Personen.
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Das Geografische Informationssystem (GIS) macht die im System enthaltenen Karten zugänglich. Die
Karten enthalten beispielsweise Informationen zur Küstenkilometrierung, Sensitivität oder behördlichen
Zuständigkeit sowie Markierungen, die die Uferart der Küste oder Zuwegungsmöglichkeiten symbolisieren.
Durch das Einschalten von verschiedenen Karten können zusätzliche thematische Daten auf der
topographischen Grundkarte abgebildet werden. Zu fast jedem Symbol sind weitere Informationen verfügbar. Um den einzelnen Küstenbereichen die Informationen eindeutig zuordnen zu können, wurde die gesamte Küste in Betrachtungsabschnitte mit einer Länge von 100m bis max. 10km unterteilt. Zu jedem Betrachtungsabschnitts-Symbol sind umfangreiche Daten in der Datenbank abgelegt, die wieder über die 'ClickInfo'-Funktion abgefragt werden können:
Neben den üblichen Möglichkeiten der Karten- und Layersteuerung stehen auf den Einsatzzweck abgestimmte
Funktionen zur Verfügung. So können beliebige Streckenentfernungen oder Flächeninhalte gemessen werden, im
Kartenfenster kann zur Anfertigung von Lageskizzen oder zur Planung einer Maßnahme mehrfarbig gezeichnet und
geschrieben werden.
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Mit der Gründung des Havariekommandos Cuxhaven im Jahr 2003 entstanden neue Anforderungen an die, auch vom
neuen Havariekommando eingesetzte, Software VPS.system. Das Lagemodul in VPS.system besteht aus den folgenden Komponenten:
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Im Leitfaden Schadstoffunfallbekämpfung sind alle wichtigen Informationen, wie technische Informationen, Bedienungsanleitungen, chemische Eigenschaften von Schadstoffen, ausgewählte Gesetzestexte und so weiter, enthalten.
Ebenso finden sich die Bekämpfungsvorschläge für die in VPS.system definierten Uferarten, wiederum verknüpft mit Datenbank und dem GIS.
Ein weiteres, in VPS.system verankertes, Handbuch ist das Gerätehandbuch. Es enthält zu den wichtigsten Gerätearten zusammenfassende Beschreibungen, Hinweise und Handlungsempfehlungen, die mit Fotos aus der Praxis illustriert werden.
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Den einzelnen Betrachtungsabschnitten sind Fotos zugeordnet, die der Nutzer als zusätzliche Informationen
zu den üblichen alphanumerischen Daten und Geodaten per Mausklick aufrufen kann.
Alle Fotos der Fotodokumentation sind mit den Küsten- und Betrachtungsabschnitten verknüpft sowie mit Koordinaten versehen (georeferenziert), sodass eine Verknüpfung von der Fotodokumentation in das GIS mit einem Klick erfolgen kann. Die über den gesamten deutschen Nord- und Ostseeküstenverlauf angefertigten über 13.000 Schrägluftfotos stellen einen umfassenden Informationsfundus dar, welcher dem geübten Nutzer Aussagen über Küstenstruktur, land- und wasserseitige Zufahrtsmöglichkeiten, Sensibilität der Uferbereiche und anwendbare Bekämpfungsstrategien ermöglicht:
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Die Ergebnisse der Sensitivitätskartierungen von Nord- und Ostsee wurden als digitale Karten umgesetzt und in das Geografische Informationssystem (GIS) von VPS.system integriert. Um die große Menge an Ausgangsdaten, die der Sensitivitätsberechnung zu Grunde lagen, sowie Ergebnisse der Kartierungen zugänglich zu machen, wurde ein zusätzliches VPS-Modul mit dem Titel VPS.sensi erstellt. |
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Zunächst war es erforderlich, die räumliche Verteilung der Subsysteme im Intertidal des Wattenmeeres (Bereiche, die bei Niedrigwasser trocken fallen) mit seinen unterschiedlichen Sedimenten und Organismengesellschaften im Verlauf ausgedehnter Feldarbeiten zu kartieren. Alle erfassten Parameter (Kenndaten) wurden daraufhin einem, speziell für die Empfindlichkeit gegenüber Ölunfällen entwickelten, Bewertungsmodell unterzogen. Danach wurden mit einem Geoinformationssystems (GIS) für alle vier Jahreszeiten die entsprechenden Empfindlichkeitsklassen dargestellt. Durch die intensive Zusammenarbeit mit den Anwendern und weiteren Institutionen gelang es damit den Mitarbeitern im Institut für Küstenforschung, ein operationelles Monitoring-System zu entwickeln, das eine wichtige Grundlage für das Küstenmanagement bildet.
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Während der Datensammlung konnten sich die beteiligten Biologen auf eine erste Inventur einzelner
Biotoptypen (Lebensräume) stützen, welche die GKSS von 1987 bis 1992 erstellte.
Eigene Überfliegungen und andere Luft- und Satellitenbildauswertungen leisteten dabei eine wertvolle Hilfe, da fernerkundlich erkennbare „Besonderheiten“ bei der Feldkartierung direkt aufgesucht und verifiziert werden konnten. Diese eigenen, sehr arbeitsintensiven Felduntersuchungen konnten hinsichtlich der Verteilung von Seegras, Miesmuschelbänken und Salzwiesen durch regelmäßige Monitoringvorhaben ergänzt werden. Dies geschah innerhalb einer intensiven Zusammenarbeit mit den Nationalparkämtern in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen
Eine zeitliche Unterteilung der Empfindlichkeit bestimmter Gebiete wurde durch die Berücksichtigung der im Jahresverlauf wechselnden Häufigkeiten von Brut- und Rastvögeln erreicht, die ebenfalls aus dem Monitoringprogramm der Nationalparkämter übernommen wurden.
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Alle erfassten Parameter wurden einem, speziell für die Empfindlichkeit gegenüber Ölunfällen entwickelten, Bewertungsmodell unterzogen. Danach wurden mit einem Geoinformationssystems (GIS) für alle vier Jahreszeiten die entsprechenden Empfindlichkeitsklassen dargestellt. Eine Automatisierung dieses Bewertungsverfahrens mit speziell entwickelten mathematischen Methoden (Autoassoziatives Neuronales Netzwerk, Treefit) ersetzt zukünftig weitgehend die persönliche Beratung durch Experten und ermöglicht es dem Havariekommando, die 'Sensitivitätskartierung Deutsches Wattenmeer' eigenständig als operationelles Modell im Rahmen des VPS.systems anzuwenden.
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Im Fall von Schiffshavarien auf dem Meer müssen alle Maßnahmen koordiniert ablaufen, um eine bestmögliche Effektivität zu erzielen. Der für den deutschen Nord- und Ostseeraum bereits vorhandene Vorsorgeplan Schadstoffunfallbekämpfung (VPS) enthält eine Vielzahl von Daten, die eine schnelle Entscheidungsfindung im Havariefall unterstützen. In Abhängigkeit vom Ausmaß einer Havarie kann es notwendig werden, dass beim Schutz und bei der Reinigung bestimmter Ufer- und Seebereiche Prioritäten gesetzt werden müssen. Diese Priorisierung muss auf der Grundlage verlässlicher Daten erfolgen, zu denen auch die biologische Sensitivität der Küsten- und Seebereiche zählt. Darum wurde im Auftrag der fünf deutschen Küstenländer und des Bundes, alle vertreten durch den Fachbereich 3 des Havariekommandos, eine Sensitivitätskartierung der deutschen Ostsee durchgeführt. Das Ziel der Kartierung bestand darin, den deutschen Ostseeraum hinsichtlich seiner ökologischen Empfindlichkeit gegenüber Öl zu bewerten und unterschiedlich sensible Bereiche zu kartieren und gegeneinander abzugrenzen. |
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Das Projektmanagement erstellte zunächst ein Vorgehenskonzept, in welchem unter anderem eine Trennung von land- und seeseitige Bearbeitung vorgeschlagen wurde, um die Verschiedenheit der Bedingungen am Ufer und im Seebereich ausreichend zu berücksichtigen. Die Projektbearbeitung gliederte sich gemäß des Vorgehenskonzepts in die folgenden Phasen:
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Um auf bereits vorhandenen Daten aufbauen zu können, wurde im Rahmen der Datensichtung eine umfangreiche
Literaturrecherche in Verwaltungen, Instituten und Firmen zu den bewertungsrelevanten Themengebieten
Makrozoobenthos, Makrophytobenthos, Wasser- und Küstenvögel, Fischlaichschongebiete sowie Meeressäuger im
deutschen Ostseeraum durchgeführt.
Ein weiterer Teil der Datenaufbereitung beinhaltete die Festlegung von Uferarten. Für die
Sensitivitätskartierung wurden die im VPS-System bereits vorhandenen Uferarten im Hinblick auf ökologische
Wertigkeit und damit verbundene Empfindlichkeit zusammengefasst oder ergänzt.
Die Karte zeigt die seit 1990 benutzten Beprobungspunkte für Makrozoobenthos.
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Ein eigens für die Beurteilung der Sensitivitäten erstelltes Bewertungsmodell verarbeitete die erfassten und aufbereiteten Ausgangsdaten und überführte diese in vier verschiedene Sensitivitätsklassen. Die Sensitivitätsklassen reichen von gering sensitiv über mäßig und hoch sensitiv bis extrem sensitiv.
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Die Ergebnisse der Bewertungsmodelle wurden als digitale Karten umgesetzt und in die Software des
Vorsorgeplanes Schadstoffunfallbekämpfung (VPS.system) integriert. Jede Sensitivitätsklasse wird mit einer
spezifischen Farbe dargestellt:
Diese Darstellungen beinhalten wertvolle Informationen für die Priorisierung von evtl.
Schadstoffunfallbekämpfungen und Sicherungsmaßnahmen.
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Um die große Menge an Ausgangsdaten, die der Sensitivitätsberechnung zu Grunde lagen, und die detaillierten Ergebnisse der Bewertungsmodelle zugänglich zu machen, wurde ein zusätzliches VPS-Modul mit dem Titel VPS.sensi geschaffen.
Für VPS.sensi stehen natürlich alle Technologien des VPS.systems wie ClickInfo, MapTipps und
Datenbank-GIS-Verknüpfung zur Verfügung.
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