VPS.system
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Lagemodul    
In Anpassung an die Anforderungen der Leitstellen der Länder und des Havariekommandos wurde das Lagemodul in VPS.system seit 2014 in seiner Leistungsfähigkeit verstärkt ausgebaut.

Lagezentrum Dieses Lagemodul kann die fachlichen Bearbeiter eines Schadstoff- oder Schiffsschadenslage in ihrer Arbeit und Protokollpflicht unterstützen.
Es kann die stabsunterstützenden Systeme der im Einsatzfall eingesetzten Stabsstellen von Feuerwehr, THW oder Katastrophenschutz somit für stärker fachlich orientierte Beteiligte oder Belange ergänzen, soll diese aber nicht ersetzen.

Die Grundlage des Lagemoduls in VPS.system bilden
- die Einsatztagebücher sowie
- die Schadenskontenverwaltung und
- das halb- bzw. vollautomatisch geführte Lageprotokoll.

Die Einsatztagebücher archivieren alle im Routinedienst oder während eines Ereignisses eingetretenen Aktivitäten und Kommunikationen. Sie protokollieren weiterhin die unmittelbaren Eindrücke der fachlichen Einsatzleitung.
Die Schadenskontenverwaltung dient der klaren Zuordnung von Einheiten und Geräten zu bestimmten Einsatzabschnitten und anderen Räumen.
Die im Lageprotokoll geführten Objekte (Schiffe, Großgeräte, Schadenskonten usw.) werden über Einbeziehung des GIS mit aktuellen Koordinaten versehen. Damit entsteht ein georeferenziertes Lageprotokoll, welches mit den Werkzeugen von VPS.system u.a. die folgenden Auswertungsmöglichkeiten bietet:
  • Darstellung der aktuellen Lage als Tabelle und im GIS
  • Darstellung der bestehenden Lage zu einem beliebigen Zeitpunkt der Vergangenheit
  • schrittweise Darstellung der Lageveränderungen im GIS während eines beliebigen Zeitraumes (Lagefilm)
  • Erstellung von Kräfteberichten für beliebige Zeitpunkte
  • Ausgabe von optimierten Lageberichten als druck- oder mailfähige Dokumente für verschiedene Zwecke
  • Echtzeitinformation aller angeschlossenen Nutzer über die aktuelle Lage
  • Rechtssichere Speicherung der Einsatztagebücher und Lageprotokolle, da nachträgliche Änderungen an den eingegebenen Daten durch die Protokollierenden unmöglich sind.
Die folgende Abbildung zeigt die Nutzeroberfläche des Einsatztagebuchs.

 
In Schadenskonten werden Einheiten und Einsatzmittel (Geräte, Fahrzeuge, Materialien) verwaltet und damit den tatsächlich existierenden Einsatzabschnitten, Bereitstellungsräumen oder anderen Räumen und Stellen zugewiesen. Die Struktur und der Inhalt der Schadenskonten sind ein Modell der Realität im Einsatzgebiet, zugeschnitten auf die Bedürfnisse einer Einsatzleitung.
Diese Struktur bildet sich auch auf den Nutzeroberflächen in VPS.system ab und erlaubt vielfältige Sichten und Berichtsmöglichkeiten auf Grundlage der in den Schadenskonten gespeicherten Informationen. 

Jede Änderung an den Schadenskonten wird vom Programm automatisch im Lageprotokoll gespeichert und bleibt damit nachvollziehbar.
Aus dieser Speicherung im Lageprotokoll ergeben sich wiederum vielfältige Auswertungsmöglichkeiten, z.B. zum Tätigkeitsprotokoll einer Einheit oder eines Gerätes während eines gesamten Ereignisses - natürlich nur in der jeweiligen Qualität der Datenpflege in den Schadenskonten.

Das Lageprotokoll kann weiterhin manuell mit Einträgen gefüllt werden, um die Lage bestimmter Einsatzmittel oder Objekte (Havarist, Großgeräte, Deichabschnitte usw.) oder Zustände (Wetterlage, Verkehrslage usw.) zu protokollieren.
Die Auswertung des Lageprotokolles wird vom Programm vorgenommen und generiert die Darstellung der 'aktuellen Lage' zum gegenwärtigen Zeitpunkt oder zu jedem beliebigen Zeitpunkt in der Vergangenheit als Tabelle oder im GIS: 
Die Lagedarstellung in VPS.system kann das klassische Lageprotokoll und die Magnettafel mehr als unterstützen und durch eine Reihe zusätzlicher Anwendungsmöglichkeiten die Lagesituation zu jedem beliebigen Zeitpunkt transparent und nachvollziehbar machen.
Im GIS-Fenster erscheinen alle Lageobjekte auf ihren dem dargestellten Lagezeitpunkt entsprechenden Positionen.
Im Fenster 'Aktuelle Lage: GIS-Version' rechts daneben werden weitere Informationen aus dem Lageprotokoll dargestellt.
Beide Fenster sind verknüpft und erlauben die Identifikation von Lageobjekten auf der Karte bzw. die Lokalisation von Lageobjekten der Liste mit dem GIS.
Die folgende Abbildung zeigt den Kartenausschnitt des GIS in Originalgröße: 
Die Tastenleiste am unteren Kartenrand erlaubt die Identifikation von Lageobjekten der Karte durch Anklicken. Die Taste 'verschieben' startet die Drag&Drop-Funktion für Lageobjekte, mittels derer diese auf eine neue Position geschoben werden können, worauf ein neuer Lageprotokolleintrag automatisch generiert wird.
Mit der Taste 'entfernen' lassen sich Objekte auf Knopfdruck aus der Lage entfernen, wenn sie z.B. für die Lage nicht mehr relevant sind oder die Einrichtung in der Realität nicht mehr existiert. 
Zusätzlich zur Darstellung der Objekte, welche Bestandteil der aktuellen geführten Lage sind, können auch alle anderen Wasserfahrzeuge mit Name, Fahrtrichtung, Navigationsstatus und evtl. an Bord befindlicher Gefahrgutladung in die Karte eingeblendet werden.
Diese Daten basieren auf AIS-Daten, die ca. aller 2 Minuten von einem zentralen Server abgerufen und in VPS.GIS dargestellt werden:
Auch die auf Basis der AIS-Daten ermittelten Bewegungsdaten von Schiffen lassen sich in definierten Betrachtungsgebieten, z.B. um eine Schiffshavarie herum, automatisch in das Lageprotokoll eintragen, sodass ohne manuellen Aufwand der Schiffsverkehr im Einsatzgebiet im Lageprotokoll archiviert wird.